Teo Otto - Ein Name zu Merken

Vita

04.02.1904 Theodor Karl Otto wird in Remscheid geboren. Sein Vater ist der Malermeister Adolf Ludwig Otto (1877-1957), Sohn eines Berliner Perückenmachers aus Deutsch-Krone. Seine Mutter ist Antonie Otto, geborene Sökefeld (1879-1944), Tochter des Remscheider Steindruckers Theodor Sökefeld. Teo Otto hat zwei jüngere Geschwister.
1910-1918 Besuch der Katholischen Volksschule Wilhelmstraße
 1919 Besuch der Staatlichen Fachschule für Eisen- und Stahlindustrie in der Schützenstraße 58. Er gehört zu einer Jugendgruppe der 1919 gegründeten Volkshochschule
Juni 1921 Erste Ausstellungsbeteiligung beim Sommerfest der Volkshochschule Remscheid gemeinsam mit Werken von Käthe Kollwitz, Otto Pankok, Gert Wollheim, Christian Rohlfs
1923-1926 Studium der Malerei und der Bildhauerei an der  Kunstakademie Kassel bei Ewald Dülberg (1888-1933), Bühnenbilder für das Proletkult-Theater von llse Berend-Groa; Studienaufenthalt in Paris
1927 Auszeichnung seiner Bühnenbild-Entwürfe auf einer Theaterausstellung in Magdeburg. Teo Otto folgt Dülberg als Assistent an die avantgardistische Krolloper der Staatstheater zu Berlin
03.07.1931 Schließung der Krolloper und letzte Aufführung von „Figaros Hochzeit“ (Regie: Gründgens, Dirigent: Klemperer, Bühnenbild: Teo Otto). Teo Otto wird Ausstattungschef der Preußischen Staatstheater Berlin
1933 Die Nationalsozialisten entlassen Teo Otto aus politischen Gründen.Emigration in die Schweiz, Bühnenbildner bis zum Lebensende am Zürcher Schauspielhaus, dem "Fluchtpunkt" des deutschsprachigen Theaters.
1939-1945 Kriegstagebücher
19.04.1941 Uraufführung Bertolt Brecht: „Mutter Courage und ihre Kinder“ (Regie Leopold Lindtberg)
04.02.1943 Uraufführung Bertolt Brecht: „Der gute Mensch von Sezuan“ (Regie: Leonard Steckel)
09.09.1943 Uraufführung Bertolt Brecht: „Galileo Galilei“ (Regie: Leonard Steckel)
07.03.1946 Uraufführung Max Frisch: „Santa Cruz“ (Regie: Heinz Hilpert) am Zürcher Schauspielhaus
1947 Uraufführung Friedrich Dürrenmatt: „Es steht geschrieben“(Regie: Kurt Horwitz) am Zürcher Schauspielhaus. Ausstellung von Zeichnungen Teo Ottos in Berlin
29.04.1949 Vertrag mit Bertolt Brecht über kurze Tätigkeit am Berliner Ensemble Salzburger Festspiele, Bühnenbild für Goethe: „Iphigenie auf Tauris“ (Regie: Leopold Lindtberg). Teo Ottos Buch „Nie wieder“ erscheint mit einem Vorwort von Bertolt Brecht
1951 Das Zürcher Schauspielhaus wird Uraufführungs-Theater für Stücke von Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt. Als Gast arbeitet Teo Otto für die wichtigsten deutschsprachigen Bühnen u.a. das Burgtheater, Wien, die Wiener Staatsoper, die Salzburger Festspiele, die Deutsche Oper, Berlin, die Städtischen Bühnen, Frankfurt/M., die Münchener Kammerspiele, das Düsseldorfer Schauspielhaus sowie für die Metropolitan Opera und das Phoenix Theater New York, für das Royal Court Theatre und das Covent Garden Theatre in London, für das Edinburgh Festival, für Theater in Tel Aviv, für das Piccolo Teatro, Mailand und das Griechische Theater in Syrakus. Er ist der "fliegende" Bühnenbildner der 50er und 60er Jahre, im Lauf seines Lebens entstehen an die 800 Ausstattungen.
1953-1957 Lehrauftrag an der Staatlichen Werkakademie Kassel
1953 Teo Otto wird Schweizer Bürger
1954 Teo Otto berät Stadtdirektor Dr. Tigges beim Theaterneubau der Stadt Remscheid
1958 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin; Professur an der Kunstakademie Düsseldorf bis zu seinem Tod
1964 Zahlreiche Ehrungen: u.a.Großes Bundesverdienstkreuz; Kunstpreis der Stadt Zürich; Goldener Schlüssel der Stadt Düsseldorf. Gestaltung einer Bauhaus-Ausstellung in der „göppinger galerie“ Frankfurt
1965 Teo Ottos Buch „Meine Szene“ erscheint im Verlag Kiepenheuer & Witsch.
1966 Bühnenbild für „Die Wupper“ von Else Lasker-Schüler am Schauspielhaus Wuppertal, Regie Hans Bauer
1968 Auftrag für die Gestaltung des Pavillons der Bundesrepublik Deutschland auf der Weltausstellung in Osaka; Bühnenbilder für „Arthur Aronymus und seine Väter“ von Else Lasker-Schüler am Schauspielhaus Wuppertal (Regie Hans Bauer); Uraufführung „Klytemnestra“ von Antoniou in Kassel
07.06.1968     Eröffnung der Ausstellung „Der Maler Teo Otto“ mit seinen freien Arbeiten aus den letzten Jahren im Foyer der Städtischen Bühnen Frankfurt/M.
09.06.1968 Teo Otto stirbt in Frankfurt/M. an den Folgen eines Herzinfarkts
14.06.1968 Beisetzung auf dem Städtischen Friedhof Remscheid- Bliedinghausen